Wir trauern um Jacques Berndorf

Eröffnung der Streuobstwiese in Berndorf - Mai 2000
Eröffnung der Streuobstwiese in Berndorf - Mai 2000

Die Natur der Eifel, deren Schönheit und Vielfalt waren ihm immer wichtig und er hat sie oft in seinen Romanen beschrieben. Oft war sie ein Kontrapunkt zu den menschlichen Abgründen seiner verbrecherischen Geschichten.

Jahrzehntelang hat er dabei den NABU Kylleifel unterstützt z.B. beim Flächenankauf im Wirfttal bei Stadtkyll und beim Kampf gegen den Gesteinsabbau in der Vulkaneifel. Vor allem aber war er Pate unserer Streuobstwiese in Berndorf, die er im Jahr 2000 eingeweiht hat und deren Entwicklung und Wachstum er über die Jahre wohlwollend begleitet hat.

Wir werden ihn vermissen, aber sein Patenprojekt lebt weiter!

Danke, Michael.

 

NABU Kylleifel besucht mit NABU Südeifel und NABU Daun Naturschutzvorzeigeprojekte in Süddeutschland

"Zu den Anfängen des NABU“ hieß es beim Besuch des Federsees vom 26.05. bis zum 29.05.2022

 

Im Rahmen einer Studienreise haben wir vom 26.05. bis 29.05.2022 verschiedene Naturschutzprojekte im Raum Ulm besucht. Mit 25 aktiven Mitgliedern wurden attraktive Naturschutzziele aufgesucht. Dazu gehörte am 26.05. das NABU Projekt "Hirschacker". Dabei handelt es sich um Binnendünen bei Schwetzingen. Durch das Gebiet hat uns Frank-Thomas Nürnberg geführt.
Ebenfalls am 26.05. wurde das Urweltmuseum bei Holzmaden mit hervorragenden Exponaten aus der Urzeit besucht. Es entstand ein Einblick in Natur und Landschaft vor 100 Millionen Jahren. 

Dünenlandschaft im Schutzgebiet Hirschacker bei Schwenningen Foto: Hanne Uedelhoven

Den 27.05. haben wir ganz dem Federsee bei Bad Buchau gewidmet. Hier wurden durch den damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz 1911 die ersten Gebiete gekauft, mit dem Hauptgedanken an eine nachhaltige Pflege und den Erhalt der vielfältigen Fauna und Flora. Wir besuchten den Bohlensteg, und anschließend vorbei am Wackelwald das Banngebiet Staudacher. Geführt hat uns Herr Rheinhardt vom NABU.
Am Nachmittag haben wir von Herrn Schneider, nach einer leckeren Brotzeit im Federseemuseum, eine ausgezeichnete Führung zu den frühen Siedlern der Region bekommen.

Am 28.05. haben wir ein Moorwiedervernässungsprojekt bei Leipheim, das Leipheimer Moos, besucht. Geführt wird das Projekt von der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos) und Frau Dr. Brichle-Mäck gab unserer Gruppe vielfältige Einblicke in Botanik und die erklärte notwendige Maßnahmen zur Förderung der Böden zur Entwicklung einer Moorniederung.
Am Nachmittag haben wir den Plessenteich bei Neu-Ulm besucht. Herr Gaus vom GAU (Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz) hat uns detailliert beschrieben mit welchen Mühen und intensivster Aufklärungsarbeit er dieses Gebiet für Mensch und Natur, mit einer sehr tatkräftigen Truppe nachhaltig entwickelt hat. Am Abend besuchten wir die Stadt Ulm und bekamen dort eine versierte Stadtführung.

 

Der 29.05. wurde den Streuobstwiesen gewidmet. Das Freilichtmuseum Beuren liegt im Herzen des größten Streuobstanbaugebietes Deutschlands und bietet neben interessanten historischen Gebäuden, gut gepflegte Streuobstwiesen mit vielen alten Obstbaumsorten. Es leitete Herr Jens Häußler, (Obst- und Gartenbauberater des Landratsamts Esslingen) durch die Obstbaumbestände. Stimmungsvoll begleiteten uns während der Führung Halsbandschnäppergesänge und Donnergrollen. Wir bekamen tiefe Einblicke in die perspektiven des Streuobstanbaus.

NABU Gruppe auf dem Bohlensteg am Federsee. Foto: Hanne Uedelhoven

Koordiniert wurde die Studienreise durch Silvia Valerius von "Valerius - Das Reisebüro" aus Hillesheim. Besuchsziele wurden durch Dr. Clemens Hackenberg nach Vorexkursion und Rücksprache mit NABU Aktiven ausgewählt. Insgesamt wurde die mehrtägige Exkursion als großer Erfolg angesehen und führte zu zahlreichen neuen Erkenntnissen und Ideen zum nachhaltigen Schutz von Lebensräumen für Mensch und Natur.

 

 

Naturschutzprojekt "An den Wieschen" bei Schüller

 

Im Naturschutzgebiet Steinbüchel bei Schüller haben sich die Schutzgebiets-flächen auch unter tatkräftiger Beteiligung des NABU Kylleifel prächtig entwickelt. So konnte der NABU dort selber zwei Flächen erwerben, auf denen Borstgrasrasen, Magerwiesen, Quellbereiche und Gehölzgruppen gesichert wurden (siehe hier).

 

Jetzt können auf den angenzenden Flächen "An den Wieschen " weitere biotopverbessernde Maßnahmen umgesetzt werden. Hier haben sich der NABU, die Flächeneigentümer und die Firma Acnos Pharma aus Aachen zusammen getan und wollen auf einer Fläche von 3,7 Hektar eine naturschutzgerechte Entwicklung auf den Weg bringen. Acnos Pharma unterstützt dieses Projekt finanziell, ideel und durch aktiven Einsatz ihrer Mitarbeiter und leistet damit einen Beitrag zur nachhaltigen Renaturierung eines Ausschnittes unsere Eifeler Heimat.

 

E-Mail-Adressen unserer Mitglieder

Wir möchten in Zukunft Porto und Papier sparen und andererseits unsere Mitglieder schneller und umfassender informieren. Von unseren neuen Mitgliedern haben wir in der Regel eine E-Mail-Adresse, allerdings noch nicht von denen, die schon länger Mitglied im NABU Kylleifel sind.

 

Schicken Sie uns als "Altmitglied" Ihre email-Adresse an : NABU.kylleifel@nabu-rlp.de . Wenn wir von allen Mitgliedern des NABU Kylleifel die email-Adressen haben, dann können wir die Einladung zur Mitgliederversammlung in Zukunft sehr viel unkomplizierter und kostengünstiger verschicken und produzieren weniger Papiermüll. Desweiteren steht ein Newsletter bei uns zur Diskussion, den Sie dann bekommen könnten.

NABU Kylleifel verurteilt illegale Zerstörung des Naturdenkmals Adam

 

 Anfang Oktober wurde das Naturdenkmal „Adam“ bei Birresborn abgeholzt. Gemeinsam mit der Kiefer „Eva“, die ebenfalls abgeholzt wurde, und deren Schutzstatus bereits 1998 aufgehoben wurde, handelte es sich um 2 beeindruckende alte Kiefern, die über die Kreisgrenzen hinaus als Touristenattraktion bekannt waren. „Adam“ steht seit 1938 unter dem gesetzlich verbindlichen Naturdenkmalschutz. Für „Eva“ wurde vom NABU Kylleifel angeregt wieder den Denkmalstatus einzurichten. Die Zerstörung des Naturdenkmals ist eine Straftat, die angezeigt wurde. In einer Stellungnahme hatte der NABU-Kylleifel sich zuvor mit einem kostengünstigen Konzept für den Erhalt des Naturdenkmals ausgesprochen. Die Verkehrssicherheit der beiden Bäume wäre damit gewährleistet gewesen. Die beiden alten Kiefern waren windwurfgefährdet, jedoch stellten weniger sie eine Gefahr für Wanderer dar, als die sie umgebenden Fichtenwälder. Auf den Waldwegen, über die man zu Adam und Eva gelangt, sieht man viele durch Trockenheit und Wind umgeworfene, inzwischen teilweise aufgearbeitete Fichten über die Wege liegen.

 

Um die beiden alten Kiefern kann ein Schutzraum geschaffen werden, der Mitbürger durch einfache, verständliche Beschilderung auf eine mögliche Astwurfgefahr aufmerksam macht. Adam und Eva trieben auch 2020 junge Triebe, blühten und fruchteten nach wie vor. Die Bäume wären, selbst dann wenn sie umgefallen wären, noch immer ein beeindruckender Anblick und eines Naturdenkmales mehr als würdig. Aus den Samen von Adam und Eva ließen sich gut Töchter nachziehen und -pflanzen, um das Naturdenkmal dauerhaft zu erhalten. Die Altbäume können dabei über Jahrzehnte verrotten und als Totholz einer Vielzahl von Waldorganismen ein wertvolles Biotop bieten. So können Sie auch im Sinne des Wortes Denkmal , für einen Erhalt und eine Förderung der Artenvielfalt weiter dienen.

 

Auch für die Zukunft sollte der Status Naturdenkmal „Adam“ für Mensch und Natur erhalten bleiben, wobei Reste der zerstörten Kiefern vor Ort verrotten können, zwei Nachzöglinge wachsen und gedeihen, viele heimische Waldbewohner anlocken, sowie der Natur als Kohlenstoffspeicher und Lebensraum dienen.

 

 04.November 2020

   
Adam und Eva im Sommer 2020. Paradoxer Weise ist die Fläche unter den Bäumen so gestaltet, dass sie zum Verweilen einlädt. Foto Clemens Hackenberg
Adam und Eva im Sommer 2020. Paradoxer Weise ist die Fläche unter den Bäumen so gestaltet, dass sie zum Verweilen einlädt. Foto Clemens Hackenberg

8. Sensenworkshop im Wirftal bei Stadtkyll

 

19. April 2019

Am 17. August 2019 fand im Wirftal bei Stadtkyll der 8. Sensenworkshop der NABU Gruppen Südeifel und Kylleifel mit insgesamt 13 TeilnehmerInnen statt.

 

   Der NABU Kylleifel betreut im südlich von Stadtkyll gelegenen Mittelgebirgstal zahlreiche extensive, artenreiche Mähwiesen. Diese sind geeignet für die Übung mit einem einfachen Schnittwerkzeug wie der Handsense. Zum Sensen geeignet auch in trockenen Jahren.

    Im Rahmen der Übungen wurde den TeilnehmerInnen durch Jan-Roeland Vos gezeigt, wie sie die Sense sicher handhaben, auf ihre Körpermaße genau einstellen, das Sensenblatt hauchdünn austreiben und mit einem Wetzstein für den letzten Schliff zur vollkommenen Schärfe nachbereiten. Anschließend wurde in gemeinsamer Arbeit eine ca. 2.000 m² große Wiesenfläche gesenst. Dabei wurde den Kursteilnehmern individuell eine gute Körperhaltung zur erfolgreichen Sensenarbeit gezeigt.

   Der 8. Sensenworkshop war wieder ein Erfolg. Einige TeilnehmerInnen nahmen zum wiederholten Male an dem workshop teil. Sie bringen oft interessante alte Werkzeuge aus Opas Werkzeugschuppen mit und reisen auch gerne von weither für den NABU workshop an. Ein 9. Sensenworkshop in 2020 ist in Planung. Siehe auch unsere Bildergalerie zum diesjährigen Sensenworkshop.

   

Obstbaumschnittkurs in Densborn

19. April 2019

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten und vielfältigsten naturnahen Lebensräumen unserer Region. Sie stellen ein Refugium für viele gefährdete Tierarten dar. Außerdem produzieren sie Nahrung für Mensch und Nutztier, vorausgesetzt sie werden nachhaltig gepflegt. Die ordentliche Pflege und Erhaltung dieses bedrohten Lebensraumes liegt vielen Menschen am Herzen. Die Gemeinde Densborn hat in gemeinsamer Organisation mit den NABU Gruppen Kylleifel und Südeifel am 13.04. einen Schnitt- und Pflegekurs für Obstbäume organisiert. Unter der erfahrenen Leitung von Dr. Karl-Wilhelm Zens wurde 15 interessierten Kursteilnehmern und -teilnehmerinnen zunächst am Vormittag die Theorie über die Bedeutung des Lebensraumes, die standortgerechte Baumauswahl, so wie die richtige Schnitt- und Pflanztechnik vermittelt. Vor allem der richtige Erziehungsschnitt von Jungbäumen entscheidet frühzeitig für die zukünftige Entwicklung und das potentielle Lebensalter, den Ertrag und die Gesundheit von Obstbäumen.

   

Am Nachmittag wurde im Gelände um Densborn durch Dr. Zens die praktische Umsetzung an einigen Obstbäumen fachkundig demonstriert. Der Kurs fand großes Interesse und Wiederholungen in den kommenden Jahren sind angedacht. Wir bedanken uns bei Familie Clemens und der Gemeinde Densborn für ihr Engagement.

   

Aktuelles:

Unser nächstes Treffen ist geplant für  ......

..... Mittwoch den 05.10.2022 ab 18:00 Uhr auf unserer Fläche "Auf Seiderath" bei Pelm. Es besteht alternativ noch die Möglichkeit, dass wir uns in Berndorf ab 16 Uhr zum Apfelpflücken treffen.

Wir trauern um Jacques Berndorf

Der Krimiautor und Journalist Michael Preute alias Jacques Berndorf war viele Jahre lang Unterstützer des NABU Kylleifel und Pate unserer Streuobstwiese in Berndorf. Am Sonntag dem 3. Juli ist er mit 85 Jahren gestorben.

Mehr dazu hier.

Vogel des Jahres 2022: der Wiedehopf

Der "Punker" unter den Vögeln: gestreifte Flügel, aufstellbare orangene Haube und ein langer Schnabel: Deutschland hat den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gewählt!

Mehr dazu hier.

NABU-Biotope stellen sich vor:                                                               Wacholderheide bei Niederehe

Am Hönselberg bei Niederehe kaufte der NABU vor fast 20 Jahren einen ziemlich gestörten Kalkmagerrasen. Sehen Sie, wie es heute dort aussieht.

Wir unterstützen:

Gesteinsabbau

Wie weit soll der Abbau der Eifelgesteine gehen? Sehen Sie dazu die aktuellen Sonderseiten: 

Planungsbeispiele

Detailkarten aus der Region

"Wo sind all' die Berge hin? Wo sind sie geblieben?

Was passiert mit dem Roßbüsch bei Oberbettingen?

In einer kleinen Bildergalerie zeigen wir am Beispiel des benachbarten  Ruderbüsches bei Oberbettingen, wie schnell unsere Vulkanberge verschwinden.

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