8. Sensenworkshop im Wirftal bei Stadtkyll

 

19. April 2019

Am 17. August 2019 fand im Wirftal bei Stadtkyll der 8. Sensenworkshop der NABU Gruppen Südeifel und Kylleifel mit insgesamt 13 TeilnehmerInnen statt.

 

   Der NABU Kylleifel betreut im südlich von Stadtkyll gelegenen Mittelgebirgstal zahlreiche extensive, artenreiche Mähwiesen. Diese sind geeignet für die Übung mit einem einfachen Schnittwerkzeug wie der Handsense. Zum Sensen geeignet auch in trockenen Jahren.

    Im Rahmen der Übungen wurde den TeilnehmerInnen durch Jan-Roeland Vos gezeigt, wie sie die Sense sicher handhaben, auf ihre Körpermaße genau einstellen, das Sensenblatt hauchdünn austreiben und mit einem Wetzstein für den letzten Schliff zur vollkommenen Schärfe nachbereiten. Anschließend wurde in gemeinsamer Arbeit eine ca. 2.000 m² große Wiesenfläche gesenst. Dabei wurde den Kursteilnehmern individuell eine gute Körperhaltung zur erfolgreichen Sensenarbeit gezeigt.

   Der 8. Sensenworkshop war wieder ein Erfolg. Einige TeilnehmerInnen nahmen zum wiederholten Male an dem workshop teil. Sie bringen oft interessante alte Werkzeuge aus Opas Werkzeugschuppen mit und reisen auch gerne von weither für den NABU workshop an. Ein 9. Sensenworkshop in 2020 ist in Planung. Siehe auch unsere Bildergalerie zum diesjährigen Sensenworkshop.

   

Obstbaumschnittkurs in Densborn

19. April 2019

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten und vielfältigsten naturnahen Lebensräumen unserer Region. Sie stellen ein Refugium für viele gefährdete Tierarten dar. Außerdem produzieren sie Nahrung für Mensch und Nutztier, vorausgesetzt sie werden nachhaltig gepflegt. Die ordentliche Pflege und Erhaltung dieses bedrohten Lebensraumes liegt vielen Menschen am Herzen. Die Gemeinde Densborn hat in gemeinsamer Organisation mit den NABU Gruppen Kylleifel und Südeifel am 13.04. einen Schnitt- und Pflegekurs für Obstbäume organisiert. Unter der erfahrenen Leitung von Dr. Karl-Wilhelm Zens wurde 15 interessierten Kursteilnehmern und -teilnehmerinnen zunächst am Vormittag die Theorie über die Bedeutung des Lebensraumes, die standortgerechte Baumauswahl, so wie die richtige Schnitt- und Pflanztechnik vermittelt. Vor allem der richtige Erziehungsschnitt von Jungbäumen entscheidet frühzeitig für die zukünftige Entwicklung und das potentielle Lebensalter, den Ertrag und die Gesundheit von Obstbäumen.

   

Am Nachmittag wurde im Gelände um Densborn durch Dr. Zens die praktische Umsetzung an einigen Obstbäumen fachkundig demonstriert. Der Kurs fand großes Interesse und Wiederholungen in den kommenden Jahren sind angedacht. Wir bedanken uns bei Familie Clemens und der Gemeinde Densborn für ihr Engagement.

   

Unsere Aktivitäten 2018

Obstwiese Berndorf: Am 7.4. wurden die Obstbäume geschnitten. Die Trockenheit hat zahlreiche Bäume im Sommer 2018 gestresst. Im Herbst wurde die Wiese nach der Mahd ohne unser Wissen von Fuchsschafen beweidet, was leider bei einigen Bäumen zu Verbiss geführt hat. Einige Bäume hatten gute Erträge.


Auf Seiderath wurden am 14.4. 20 triebige Obstbäume geschnitten. Die Bäume sind hier in gutem Zustand. Einige alte Obstbäume, die von Hecken durchwuchert waren, wurden hier freigestellt.
Wer Interesse an Mitarbeit hat, der melde sich bitte. Wir können tatkräftige Unterstützung brauchen.


Wildbienen: Auf unserer Jahreshauptversammlung im März fand ein gut besuchter Schwerpunktvortrag zu Wildbienen statt. Auf unserer NABU-Fläche in Büdesheim fanden Wildbienen-Untersuchungen statt. Eine interessante Arbeit darüber, wie Wildbienen und andere Insekten im eigenen Garten gefördert werden können, findet sich in der 2018er Ausgabe des DENDROCOPOS.


Fledermäuse: Es wurden 3 Batnights (1 x Hohenfels und 2 x Birresborn) mit insgesamt ca. 100 TeilnehmerInnen durchgeführt, teilweise mit Beteiligung des NABU Südeifel. Etliche Fänge und Winterkontrollen wurden durchgeführt, um den Status der verschiedenen Arten zu kontrollieren. Dabei kam auch ein Erstfund für die Region zur Geltung. Es handelt sich um die Große Hufeisennase, die die seltenste Fledermausart unserer Heimat ist und besondere Schutzmaßnahmen benötigt.


Pflegeeinsätze: Auf Seiderath wurden an 2 Terminen im Oktober Steinriegel freigestellt. Das Gebiet entwickelt sich zu einem Schwerpunktgebiet des NABU Kylleifel. Auf Steinbüchel bei Schüller wurden einige Fichten gefällt, um unsere orchideenreichen Magerwiesen zu fördern. In Büdesheim wurden die 2017 erstellten Steilwände für Wildbienen freigestellt.

 
Exkursionen: Zur Stunde der Gartenvögel fanden am 12.5. 2 Exkursionen am Eichholzmaar statt. Die Aktion erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit. Der NABU Kylleifel unterstützt die Arbeit der Juniorranger und hat für 2019 wieder eine Exkursion organisiert, die 2 JuniorrangerInnen leiten. Die Exkursionen ins Wiesbachtal, nach Weißenseifen und insbesondere der Offene Garten waren in 2018  sehr erfolgreiche Veranstaltungen.


Pilze: Im Jahr 2018 war sehr trocken für Pilzexkursionen. Für 2019 sind wieder Exkursionen geplant.


Schwalbenplaketten: An interessierte Hausbesitzer, die Schwalbennester haben , wurden Urkunden und Plaketten vergeben. Interessierte können sich beim NABU melden.


Sensenworkshop: Der 7. Sensenworkshop wurde gemeinsam mit dem NABU Südeifel bei Irrel durchgeführt. Ein lokales Fernsehteam war dabei und hat einen kleinen Filmbeitrag beim SWR präsentiert.


NABU-Grundstücke: Mithilfe von Spenden konnten wieder zwei Grundstücke zur langfristigen Sicherung gekauft werden: Etwa 3000 m2 Auenfläche am Wiesbach zwischen Birgel und Hillesheim kann sich jetzt frei entwickeln und auf einem rund 5000 m2 grossen Grundstück im Gebiet „Auf Seiderath“ zwischen Pelm und Rockeskyll werden wir wieder artenreiche Kalkmagerrasen entwickeln.


Besuch von Tagungen: Im März waren zahlreiche Mitglieder auf der LVV in Mainz und an der Wahl der neuen Landesvorsitzenden beteiligt. Von unseren Mitgliedern wurde im Mai die Bienentagung in Mainz besucht. Zwei unserer Mitglieder waren auf der Bundesvertreterversammlung in Hamburg. Am 1.12. wurde das Fledermaustreffen in Alzey besucht.


Stellungnahmen: Fachliche Stellungnahmen wurden zur Entwicklung der Moore bei Weißenseifen, zu Bebauungsplänen bei Gerolstein und zu den Zuständen lokaler Stauseen abgegeben.


Geplante Aktivitäten: Für 2020 planen wir wieder eine viertägige Exkursion mit dem Schwerpunkt Naturschutzarbeit und Naturbeobachtungen. Vorschläge und Ideen für Ziele und Vorhaben nehmen wir gerne entgegen.


Zu guter Letzt: Unsere Arbeit erfolgt ehrenamtlich. Für Flächenaufkäufe beantragen wir Zuschüsse aus Landesmitteln oder sammeln Spenden. Pflegemaßnahmen werden häufig über die Obere Naturschutzbehörde finanziell bezuschusst. Dieses Geld fließt in die Kasse des NABU und wird für die gemeinnützige Naturschutzarbeit verwendet.

Aktuelles:

Mitgliederwerbung 2019

Ab Montag, dem 26. August startet der NABU Kylleifel seine neue Werbeaktion. Mit einer Mitgliedschaft stärken Sie den Verband und geben dem NABU eine Stimme.

 

Vogel des Jahres 2019: die feldlerche

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

Erfahren Sie mehr zum Vogel des Jahres 2019

Flächenkauf 2018

Der Spendenaufruf war erfolgreich! Im NABU-Gebiet "Auf Seiderath" bei Pelm haben wir ein weiteres Grundstück für den Naturschutz erworben.

Vielen Dank an die Spender und Unterstützer!

Mehr Infos dazu hier.

NABU-Biotope stellen sich vor:                                                               Wacholderheide bei Niederehe

Am Hönselberg bei Niederehe kaufte der NABU vor fast 20 Jahren einen ziemlich gestörten Kalkmagerrasen. Sehen Sie, wie es heute dort aussieht.

Wir unterstützen:

Gesteinsabbau

Wie weit soll der Abbau der Eifelgesteine gehen? Sehen Sie dazu die aktuellen Sonderseiten: 

Planungsbeispiele

Detailkarten aus der Region

"Wo sind all' die Berge hin? Wo sind sie geblieben?

Was passiert mit dem Roßbüsch bei Oberbettingen?

In einer kleinen Bildergalerie zeigen wir am Beispiel des benachbarten  Ruderbüsches bei Oberbettingen, wie schnell unsere Vulkanberge verschwinden.

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