NABU Kylleifel bekommt Unterstützung durch Juniorranger

Mitglieder des NABU Kylleifel und die Juniorranger des Naturparkes Vulkaneifel im Einsatz für die Fledermäuse
Mitglieder des NABU Kylleifel und die Juniorranger des Naturparkes Vulkaneifel im Einsatz für die Fledermäuse

13. Oktober 2017

 

Vergangenen Samstag bekamen Mitglieder des NABU Kylleifel Unterstützung von den jetzigen Juniorrangern des Naturparks Vulkaneifel (über die neu auszubildenden Juniorranger berichtete der TV am 10.10.17): An den Birresborner Eishöhlen, dem bedeutendsten Balz- und Winterquartier für Fledermäuse im Vulkaneifelkreis galt es, einen Höhleneingang wieder frei zu machen. Dabei musste Erdmaterial, was den Höhlenzugang und die Höhle zugeschüttet hatte, entfernt werden. Ziel ist es, dass die Fledermäuse dort genügend Schlafquartier für den Winter haben und ungestört schlafen können.

 

Voller Begeisterung legten die Juniorranger der ersten Stunde Giulina, Isabel, Luis, Fabian und Niko los und schafften Erde und Lavabrocken per Eimerkette aus der Höhle heraus auf die Baggerschaufel. In der Höhle schufteten der NABU-Fledermaus-Experte Achim Lichter, der Ausbilder der Juniorranger Birger Führ und NABU-Mitglied Walter Hellen, der auch den Bagger zur Verfügung stellte.

 

Achim Lichter war mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Ich bin mir sicher, dass die Fledermäuse diese Höhle jetzt wieder besser als Schlafquartier nutzen werden.“

 

Birger Führ meinte, dass so ein praktischer Naturschutzeinsatz mit den Juniorrangern jedes Jahr wiederholt werden sollte.

 

Susanne Venz wies darauf hin, dass der NABU Kylleifel jedes Jahr Ende August im Rahmen der European Bat Night eine Fledermausnacht anbietet.

 

Störche rasten in der Kyllaue

6. September 2017

 

Insgesamt 14 Weißstörche rasteten vom 4. auf den 5. September in der Kyllaue bei Birgel. Es handelte sich um Jungstörche, die sich stärkten für ihren Zug nach Süden. Sie zeigten wenig Scheu vor Menschen und hielten sich auf einem begrünten Acker zwischen Ortschaft, Radweg und Autohaus auf.

Die Kyllaue zwischen Birgel und Oberbettingen böte auch Platz und Lebensraum für brütende Weißstörche, aber die landwirtschaftliche Nutzung ist hier in großen Teilen viel zu intensiv. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Vogelwelt, sondern auch auf die Wasserqualität im dortigen Trinkwasserschutzgebiet. Dessen Nitratgehalt steigt seit Jahren immer weiter an.

 

NABU- Sensenworkshop 2017

 

Zu unserem diesjährigen Sensenworkshop, der am Samstag den 19. August bei Irrel stattfand, gibt es einen lesenswerten Bericht im Trierer Vorlksfreund. Außerdem stellen wir einige aktuelle Fotos in unserer Bildergallerie vor.

NABU-Vorstand für weitere drei Jahre bestätigt

Ehrung des verdienten Mitgliedes Walter Hellen durch den wiedergewählten Vorsitzenden Dr. Clemens Hackenberg
Ehrung des verdienten Mitgliedes Walter Hellen durch den wiedergewählten Vorsitzenden Dr. Clemens Hackenberg

7. März 2017

 

Am Freitagabend des 3. März traf sich der Naturschutzbund (NABU) der Gruppe Kylleifel zur alljährlichen Mitgliederversammlung in den Seminarräumen des HIGIS in Wiesbaum. Bei den Neuwahlen wurde der bestehende Dreier-Vorstand  bestätigt. 1. Vorsitzender ist Dr. Clemens Hackenberg, 2. Vorsitzende Susanne Venz und 3. Vorsitzender Achim Lichter. Kassenwart ist weiterhin Martin Schulz und als neue Schriftführerin wurde Astrid Glimko gewählt. Desweiteren besteht der Vorstand aus acht Beisitzern. Kassenprüfer sind Horst Langbehn und Frank Menzel. Der NABU Kylleifel hat in den Verbandsgemeinden Obere Kyll, Hillesheim und Gerolstein zur Zeit 668 Mitglieder.

 

Zwei verdiente Mitglieder – Wilfried Fehrbach und Walter Hellen - erhielten auf der Versammlung die Bronzene Ehrennadel des NABU für ihre langjährige aktive Mitarbeit.

 

 

Der Schutz des Trinkwassers geht uns alle an 

Daniel Bittner von der TU München beim Vortrag
Daniel Bittner von der TU München beim Vortrag

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein Vortrag zum Thema „Landwirtschaft und Trinkwasserschutz“ statt. In seinem Vortrag stellte der Geowissenschaftler Daniel Bittner von der Technischen Universität München sehr anschaulich klar, wie komplex die Zusammenhänge im Boden sind.

 

Die Einteilung in drei Trinkwasserzonen reicht nicht aus, denn gerade in Gebieten mit kalkhaltigen Ausgangsgesteinen, so genannten Karstgebieten, wie wir sie in der Vulkaneifel häufig haben, kann das Trinkwasser häufig von außerhalb der Schutzzonen zu den Trinkwasserbrunnen gelangen. Hinzu kommt, dass die Einträge, vor allem das schädliche Nitrat im Trinkwasser, jahrzehntelang den Böden zugeführt werden und die Wege, auf welchen das Nitrat in das Grundwasser und somit zu den Brunnen gelangt, unbekannt sind, was die Sanierung von Trinkwasser stark verzögert.

 

 

 

Bittner fordert mehr detaillierte Untersuchungen in einem weiten Umfeld um die Trinkwasserbrunnen, sodass standortgerechte Schutzkonzepte erstellt werden können. Kooperation mit der Landwirtschaft können eine trinkwasserschonende Bewirtschaftung garantieren und werden in Zukunft unumgänglich sein. Hier ist dringender Handlungsbedarf bei der Politik zur Umsetzung bestehender Rechtsgrundlagen, wie z.B. bei der Abfassung von Trinkwasserschutzgebieten gegeben.

 

 

 

Wir in der Kylleifel müssen dafür sorgen, dass Regenwasser nicht einfach den Bach runter geht, also vor Ort zur Nachlieferung an unsere Brunnen in den Böden verbleibt und von diesen gefiltert wird. Das trägt zusätzlich nachhaltig zum verantwortungsbewussten Hochwasserschutz für die Unterlieger bei. Bittner kritisiert hier gestützt mit wissenschaftlichen Untersuchungen vor allem das Pflügen und fordert nichtwendende Bodenbearbeitungsmethoden als Alternative.

 

Der Vortrag war mit über 80 TeilnehmerInnen aus Landwirtschaft, Politik und Naturschutz gut besucht und in der anschließenden Diskussionsrunde kamen aus allen Bereichen Ideen und Vorschläge zum Schutz unseres Trinkwassers. Die breite Kooperationsbereitschaft macht deutlich, wie wichtig uns allen die Reinhaltung und nachhaltige Pflege unseres Gutes Trinkwasser ist. Es wird deutlich, dass wir langfristig und verantwortungsvoll planen und wirtschaften müssen, um unseren Nachkommen strukturreiche, lebendige Böden zu hinterlassen, die ein sauberes Trinkwasser garantieren.

 

 

Wir retten Paradiese - erfolgreich in 2016!

Hangwald am Selbach bei Stadtkyll
Hangwald am Selbach bei Stadtkyll

11. Februar 2017

 

Große Fortschritte konnten wir im vergangenen Jahr in unserem Schwerpunkt-gebiet Wirfttal und Selbachtal bei Stadtkyll erreichen: insgesamt wurden drei Grundstücke mit einer Größe von rund 17.500 m2 - auch dank Ihrer Spenden - erworben und für den Naturschutz gesichert!

 

Nach dem erfolgreichen Erwerb eine Feuchtwiese im Wirfttal im Frühjahr 2016 konnten im Herbst im angrenzenden Selbachtal eine 1,5 Hektar große Waldfläche mit Altbestand an Buchen und Eichen und einem gut strukturierten Waldrand erworben werden. Einige nicht standortgerechte Fichtenbereiche sind im Winter entfernt worden und werden umgewandelt in Laubwald.

 

Der Selbach besitzt noch einen naturnahen Verlauf und viele Auenbereiche sind von hohem naturschutzfachlichen Wert. Schon vor 20 Jahren konnten wir ein ehemaliges Bachauengrundstück erwerben, auf dem sich inzwischen ein artenreicher natürlicher Auwald entwickelt hat. Die an die Aue angrenzenden Wälder bestehen aber leider fast ausschließlich aus beschattenden Fichtenforsten. Nur wenige Abschnitte tragen einen natürlichen Laubwald.

 

Am Sonntag, dem 17. September 2017 bietet der NABU Kylleifel eine Wanderung ins Selbachtal an, wo wir den Altbesitz und die Neuerwerbung präsentieren werden.

Wir bedanken uns bei der NABU-Stiftung Naturerbe Rheinland-Pfalz und bei allen weiteren Spendern und Unterstützern.

 

Flora der Region Trier erschienen

 25. Januar 2017

 

Nach über 30 Jahren (!) Vorberei- tung ist sie nun endlich erschienen: Die "Flora der Region Trier".

Rund 120 Hobby- und Berufsbota- niker der Region haben über Jahr- zehnte Daten zusammengetragen und ausgewertet und herausgekom- men ist ein 1.636 Seiten starkes, 2-bändiges Werk mit Daten zu allen in der Region vorkommenden Gefäßpflanzen.

Fundorte, Verbreitungskarten, historische Angaben, Standortbe- schreibungen und Erläuterungen zur Bestandssituation in Kombination mit zahlreichen Pflanzen- und Standortabbildungen machen das Werk zu einem gewichtigen Nachschlagewerk unserer heimischen Flora. Darin enthalten natürlich auch alle Daten zur Flora des Gebietes des NABU Kylleifel (VG Obere Kyll, Hillesheim und Gerolstein).

 

Eine unverzichtbare Informationsquelle für jeden Naturfreund und jeden, der sich beruflich mit Umweltfragen und Naturschutz befasst.

 

Preis: 79,95 €, Verlag Michael Weyand, ISBN: 978-3-942 429-29-0, Hardcover

Aktuelles:

Wir Treffen uns

am Freitag den 01.12.2017 ab 19 Uhr in den Milanstuben des Golfplatz Hillesheim.

NABU-Biotope stellen sich vor:                                                               Wacholderheide bei Niederehe

Am Hönselberg bei Niederehe kaufte der NABU vor fast 20 Jahren einen ziemlich gestörten Kalkmagerrasen. Sehen Sie, wie es heute dort aussieht.

NABU und Juniorranger aktiv

An den Eishöhlen bei Birresborn wurde zusammen mit den Juniorrangern des Naturparkes aktiver Fledermausschutz betrieben.. Dazu mehr hier.

Störche rasten in der Kyllaue

14 Weißstörche rasteten Anfang September in der Kyllaue bei Birgel. Mehr dazu hier.

Vogel des Jahres 2017: der Waldkauz

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute.

Erfahren Sie mehr über unsere häufigste Eulenart.

Gesteinsabbau

Wie weit soll der Abbau der Eifelgesteine gehen? Sehen Sie dazu die aktuellen Sonderseiten: 

Planungsbeispiele

Detailkarten aus der Region

"Wo sind all' die Berge hin? Wo sind sie geblieben?

Was passiert mit dem Roßbüsch bei Oberbettingen?

In einer kleinen Bildergalerie zeigen wir am Beispiel des benachbarten  Ruderbüsches bei Oberbettingen, wie schnell unsere Vulkanberge verschwinden.

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