Dilettantische Rohstoffplanung der Planungsgemeinschaft Trier

Eigentlich sollten im Raumordnungsplan für die Region Trier die verschiedenen Nutzungs- und Schutzinteressen in der Region gegeneinander abgewogen und dann festgelegt werden.

Was uns die Planungsgemeinschaft Trier, die für die Erstellung dieses Planes verantwortlich ist, hier vorgelegt hat, ist zumindest für den Bereich Rohstoffplanung allerdings schon handwerklich völlig unzureichend.

 

In einem Wust an Planunterlagen und unübersichtlichen Karten, die die Planungsgemeinschaft der Öffentlichkeit vorgestellt hat, ist kaum erkennbar, welche Vorgaben hier auf der örtlichen Ebene gemacht werden sollen. Dabei liegen alle Daten exakt abgegrenzt vor.

 

Der NABU hat auf Nachfrage bei der Planungsgemeinschaft die Geodaten der Planung angefordert und auf dieser Grundlage übersichtliche Themenkarten erstellt, die genau zeigen, was auf örtlicher Ebene vorgesehen ist.

 

Für die wichtigsten Abbaugebiete hat der NABU Kylleifel in Kooperation mit dem NABU Daun eine Reihe von Karten erstellt, die Sie auf der Sonderseite einzeln aufrufen und herunterladen können. Wir haben dabei im Einzelfall eine Verschneidung mit den Themen "Vorranggebiet Grundwasser", Naturschutzgebietsgrenzen und FFH-Gebietsgrenzen eingefügt.

Sie finden dort die Karten für die Gebiete in den Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim und Obere Kyll. Auf der Webseite des NABU Daun finden Sie die Karten für die Verbandsgemeinden Daun und Kelberg.

 

Sonderseite Detailkarten Gesteinsabbau

 

Anhand von vier Beispielen möchten wir zeigen, wie fahrlässig und oberflächlich die Planungsgemeinschaft mit dem Thema umgeht, das die Menschen der Region so brennend beschäftigt:

 

1. Steffelnkopf bei Steffeln

Der schon seit Jahrzehnten stillgelegte Abbau am Steffelnkopf ist längst rekultiviert bzw. renaturiert und ist heute als "Vulkangarten Steffeln" eine der anerkannten touristischen Sehenswürdigkeiten der Region.

Im Entwurf des Raumordnungsplanes ist die ehemalige Grube als "Vorranggebiet Rohstoffabbau" belegt!

 

2. Ruderbüsch bei Oberbettingen

An dem bereits in großen Teilen abgebauten Ruderbüsch bei Oberbettingen ist bei der Ausweisung eines Vorbehaltsgebietes nicht nur eine Ausdehnung bis an den Ortsrand geplant. Die Bewohner der Straße "Am Roddert" dürfen sich - ähnlich wie im Braunkohletagebau Garzweiler - auch über eine potenzielle Umsiedlung freuen.

 

3. Reinertsberg bei Brück

Am Naturdenkmal Reinertsberg bei Dreis-Brück ist zwar der Gipfel des Berges vom Abbau ausgenommen. Wie ein Abbauunternehmen das technisch bewerkstelligen will, einen Ring drumherum abzubauen und den Gipfel stehen zu lassen, müsste von der Planungsgemeinschaft erstmal erklärt werden.

 

4. Kalkabbau zwischen Berndorf und Kerpen

Im Kalkabbaugebiet am Weinberg zwischen Berndorf und Kerpen wird schon seit Jahrzehnten abgebaut und es liegen für große Teile des Gebietes längst Abbaugenehmigungen vor.

Die Planungsgemeinschaft bezeichnet das Gebiet "nur" als Vorbehaltsgebiet, obwohl hier schon längst ein Abbau erfolgt und die aktuellen Gruben im Luftbild deutlich zu erkennen sind.

 

Dies ist ein systematischer Fehler, der sich über die gesamte Planung zieht. Zahlreiche aktuelle Kalk-, Lava- und Basaltabaustellen, für die Betriebsgenehmigungen vorliegen, werden im Plan nicht als Vorranggebiet, sondern als Vorbehaltsgebiet gekennzeichnet.

Zur Definition von "Vorrang-" und "Vorbehaltsgebieten" verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen des NABU Daun.

 

Aktuelles:

Wir Treffen uns

am Freitag den 01.12.2017 ab 19 Uhr in den Milanstuben des Golfplatz Hillesheim.

NABU-Biotope stellen sich vor:                                                               Wacholderheide bei Niederehe

Am Hönselberg bei Niederehe kaufte der NABU vor fast 20 Jahren einen ziemlich gestörten Kalkmagerrasen. Sehen Sie, wie es heute dort aussieht.

NABU und Juniorranger aktiv

An den Eishöhlen bei Birresborn wurde zusammen mit den Juniorrangern des Naturparkes aktiver Fledermausschutz betrieben.. Dazu mehr hier.

Störche rasten in der Kyllaue

14 Weißstörche rasteten Anfang September in der Kyllaue bei Birgel. Mehr dazu hier.

Vogel des Jahres 2017: der Waldkauz

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute.

Erfahren Sie mehr über unsere häufigste Eulenart.

Gesteinsabbau

Wie weit soll der Abbau der Eifelgesteine gehen? Sehen Sie dazu die aktuellen Sonderseiten: 

Planungsbeispiele

Detailkarten aus der Region

"Wo sind all' die Berge hin? Wo sind sie geblieben?

Was passiert mit dem Roßbüsch bei Oberbettingen?

In einer kleinen Bildergalerie zeigen wir am Beispiel des benachbarten  Ruderbüsches bei Oberbettingen, wie schnell unsere Vulkanberge verschwinden.

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