Wiesen im Naturschutzgebiet Steinbüchel bei Schüller

 

Das Naturschutzgebiet "Steinbüchel bei Schüller" liegt westlich von Schüller in einer Höhenlage von 600 m ü. NN. Ende der 80er-Jahre wurde es als Schutzgebiet ausgewiesen und umfasst heute ein Mosaik von Borstgrasrasen, Magerwiesen und Gehölzgruppen.

Es bildet einen Biotopverbund mit weiteren Flächen dieser Art im Wirfttal, auf Sängscheid, am Asberg und Auf der Heid bei Stadtkyll.

NABU-Wiese im Südosten des Gebietes mit besonders markantem Weißdorn und Glockenblumen auf der Magerwiese
NABU-Wiese im Südosten des Gebietes mit besonders markantem Weißdorn und Glockenblumen auf der Magerwiese

Besonderheiten des Gebietes

 

Borstgrasrasen mit seltenen und typischen Pflanzenarten wie Arnika, Wald-Läusekraut,  Quendel-Kreuzblümchen und Geflecktem Knabenkraut (hier im Bild) kommen hier (wieder) vor.

 

Auf der südöstlich gelegenen Magerwiese blühen Grüne Waldhyazinthe, Knöllchen-Steinbrech, Wiesen-Flockenblume und Tauben-Skabiose.

 

Daneben finden sich auf den NABU-Flächen Solitärbäume, Gehölzgruppen und eine naturnahe Quellflur.

 

Baumpieper und Neuntöter brüten, der Raubwürger überwintert alljährlich und vielleicht kommt auch irgendwann die Heidelerche als Brutvogel zurück.

 

Weit ausladende Solitär-Eiche auf der NABU-Fläche
Weit ausladende Solitär-Eiche auf der NABU-Fläche
Arnika mit Grünwidderchen auf der NABU-Fläche
Arnika mit Grünwidderchen auf der NABU-Fläche

 

Der überwiegende Teil der Schutzgebietsflächen ist im Eigentum der Ortsgemeinde. Der NABU Kylleifel hat sich schon frühzeitig dafür stark gemacht, die verbliebenen Privatflächen anzukaufen.

Inzwischen sind es zwei Areale mit einer Gesamtfläche von 1,6 ha, die in den letzten Jahren Eigentum des NABU geworden sind.

 

Auf etwa einem Hektar sind biotopverbessernde Maßnahmen zur Re-Etablierung von seltenen Borstgrasrasen umgesetzt worden (s. Bildergalerie unten).

 

 

Lage der NABU-Grundstücke südöstlich und nordwestlich des Steinbüchel-Gipfels (Quelle: LANIS)
Lage der NABU-Grundstücke südöstlich und nordwestlich des Steinbüchel-Gipfels (Quelle: LANIS)

Aktuelle Entwicklungen

Das gefährdete Wald-Läusekraut hat sich auf den Ansaatflächen in großen Mengen wieder etabliert
Das gefährdete Wald-Läusekraut hat sich auf den Ansaatflächen in großen Mengen wieder etabliert

 

Ende 2013 konnte mit Spendengeldern eine Erweiterungsfläche mit einer Größe von 2.700 m2 gekauft werden. Wir bedanken uns dafür herzlich bei den Spendern.

 

Auf dieser Erweiterungsfläche befand sich zudem ein etwas heruntergekommener Bienenstand, den unser NABU-Mitglied und Imker Frank Menzel aus Stadtkyll wieder entrümpelt und instandgesetzt hat. Auch das Umfeld hat er von Schutt, Fichten und Riesenbärenklau bereinigt.

 

Die Zahl der Bienenvölker ist begrenzt, damit sie eine möglichst geringe Konkurrenz zu solitären Wildbienen darstellen.

Ab 2014 können Sie dann mit freundlicher Unterstützung des NABU Kylleifel Honig aus dem Schutzgebiet und den NABU-Flächen vom Steinbüchel aus Schüller unter folgender Adresse beziehen:

 

Frank Menzel

Schüllerweg 19

54589 Stadtkyll

Tel. 06597-3593

 

Unter der neuen Projektseite Bienenprojekt erfahren Sie mehr über die Nutzung des NABU-Bienenhauses als Bildungszentrum.

Das von Frank Menzel umgestaltete und renovierte Bienenhaus

Einflugloch zu den Bienenkästen
Einflugloch zu den Bienenkästen
Frank Menzel im Bienenhaus in Schüller
Frank Menzel im Bienenhaus in Schüller

EU-LIFE-Projekt der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

 

Im Zeitraum 2007 bis 2010 war das Naturschutzgebiet Teil des EU-LIFE-Projektes "Borstgrasrasen". Dabei wurden die Borstgrasrasen des Gebietes umfassend saniert und z.T. wieder neu angelegt.

Dabei konnte auch eine Fläche durch den NABU mit Hilfe der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz erworben werden.

Die unten folgende Bildergalerie zeigt, wie die Instandsetzung ablief und die vorhandenender Kiefern- und Fichtenforste umgewandelt wurden.

 

Weitergehende und umfassende Informationen über das LIFE-Projekt erhalten Sie auf der Projekthomepage http://www.life-arnika.eu/

Infotafel LIFE auf dem Steinbüchel bei Schüller
LIFE-Tafel.pdf
Adobe Acrobat Dokument 574.2 KB

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt die Wieder-Entwicklung eines Borstgrasrasens auf der NABU-Fläche im Rahmen des EU-LIFE-Projektes im Zeitraum 2009-2012.

Klicken Sie zum Start der Galerie auf eines der Bilder:

Aktuelles:

Mitgliederwerbung 2019

Ab Montag, dem 26. August startet der NABU Kylleifel seine neue Werbeaktion. Mit einer Mitgliedschaft stärken Sie den Verband und geben dem NABU eine Stimme.

Weitere Infos zur Aktion werden hier in den nächsten Tagen eingestellt.

Wir treffen uns:

Unser nächstes Treffen ist für Freitag den 6.9. geplant.. Der Ort wird noch bekanntgegeben.

Vogel des Jahres 2019: die feldlerche

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

Erfahren Sie mehr zum Vogel des Jahres 2019

Flächenkauf 2018

Der Spendenaufruf war erfolgreich! Im NABU-Gebiet "Auf Seiderath" bei Pelm haben wir ein weiteres Grundstück für den Naturschutz erworben.

Vielen Dank an die Spender und Unterstützer!

Mehr Infos dazu hier.

NABU-Biotope stellen sich vor:                                                               Wacholderheide bei Niederehe

Am Hönselberg bei Niederehe kaufte der NABU vor fast 20 Jahren einen ziemlich gestörten Kalkmagerrasen. Sehen Sie, wie es heute dort aussieht.

Wir unterstützen:

Gesteinsabbau

Wie weit soll der Abbau der Eifelgesteine gehen? Sehen Sie dazu die aktuellen Sonderseiten: 

Planungsbeispiele

Detailkarten aus der Region

"Wo sind all' die Berge hin? Wo sind sie geblieben?

Was passiert mit dem Roßbüsch bei Oberbettingen?

In einer kleinen Bildergalerie zeigen wir am Beispiel des benachbarten  Ruderbüsches bei Oberbettingen, wie schnell unsere Vulkanberge verschwinden.

Machen Sie uns stark

Online-Vogelführer